Hier erfährst du, wann die ARD den nächsten neuen Freiburger Tatort mit Franziska Tobler (Eva Löbau) und Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) sendet – und was gerade gedreht wird.
Der letzte neue Schwarzwald-Tatort mit Franziska Tobler (Eva Löbau) und Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) hieß Das jüngste Geißlein und lief am 4. Januar 2026: Die Hauptkommissare aus Freiburg müssen darin das Verschwinden einer Frau und den Tod ihres Mannes aufklären. Im Wohnhaus der beiden wurden neben Blutspuren auch ihre verängstigte neunjährige Tochter aufgefunden.
Uns hat der Psychothriller, der an das berühmte Märchen der Brüder Grimm angelehnt ist, herausragend gut gefallen – allein die wenig glaubwürdige Auflösung schmälerte den großartigen Gesamteindruck ein wenig. Auf unserer Bewertungsskala erntete der Film starke 8 von 10 Punkten. Auch bei großen Teilen des weniger konservativen Publikums kam der Film gut bis sehr gut an. Die Einschaltquote fiel mit 8,6 Millionen Menschen und einem Marktanteil von 32,5 Prozent in Deutschland ebenfalls sehr überzeugend aus.
Wie geht es nun im Schwarzwald weiter?
Im April 2025 startete die Produktion von Schwarzwald-Tatort Nr. 17 mit dem Arbeitstitel Innere Angelegenheiten, der es auf stolze 24 Drehnächte bringt: Das Drehbuch stammt – so wie bereits bei Der Reini – aus der Feder von Bernd Lange. Auch hier führte Robert Thalheim Regie, es saßen also dieselben Filmemacher wie beim 15. Schwarzwald-Tatort am Ruder. In diesem Krimi ermitteln die Freiburger Kommissare nach einem Totschlag im Nebenraum eines Clubs: Der mutmaßliche Täter ist verhaftet und wird von Berg im Präsidium verhört. Er strebt ein schnelles Geständnis des Intensivtäters an, damit er ihn nicht laufen lassen muss. Gleichzeitig hält Tobler im Club die Rockergang des Opfers in Schach, die nur zu gern auf die Freunde des Täters losgehen würde, und sammelt Indizien für den Tathergang. Dieser Schwarzwald-Tatort dürfte noch in diesem Jahr ins Fernsehen kommen; der SWR hat bisher keinen Termin kommuniziert. Wir gehen von der 2. Jahreshälfte 2026 aus, auch ein früherer Termin ist aber möglich.
Auch Schwarzwald-Tatort Nr. 18 befindet sich bereits in Produktion: Er trägt den Arbeitstitel Sharenting, die erste Klappe fiel unter Regie von Marijana Verhoef im Juli 2025. Die Filmemacherin gibt ihr Debüt für die Krimireihe. Das Drehbuch schrieb Stefanie Veith, die in den letzten Jahren bereits acht Tatort-Geschichten konzipierte: Sie steuerte zuletzt die Drehbücher zum Zürcher Tatort Risiken mit Nebenwirkungen, zum Dresdner Tatort Katz und Maus und zum Schwarzwald-Tatort Letzter Ausflug Schauinsland bei. Tobler und Berg bekommen es in diesem Krimi mit Family-Influencern zu tun: Eine ermordete Frau hatte den Ehrgeiz gehabt, als Single-Mutter zweier Kinder mit ihrem eigenen Kanal erfolgreich zu sein und ihre Kinder dabei einzubeziehen. Dafür hatte sie Rollenvorbilder in der Umgebung gefunden und ihre Tochter zur erfolgreichen Werbeträgerin aufgebaut, während ihr Sohn mit der Bekanntheit nicht fertig wurde. Unter Tatverdacht gerät ihr Ex-Mann. Sharenting dürfte erst im Jahr 2027 ausgestrahlt werden, sofern ARD und SWR die chronologische Ausstrahlung der abgedrehten Folgen einhalten. Auch ein früherer Termin ist aber denkbar.

Die nächsten TV-Termine für den Tatort aus dem Schwarzwald:
Innere Angelegenheiten
voraussichtlich 2. Jahreshälfte 2026
Sharenting
voraussichtlich im Jahr 2027
Über den Schwarzwald-Tatort
Bei den Zuschauern hatte der Schwarzwald-Tatort mit den beiden Hauptkommissaren Franziska Tobler (Eva Löbau) und Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) in den vergangenen Jahren einen schweren Stand: Wenngleich sich die Einschaltquoten im guten bis sehr guten Bereich zwischen 8 und 11 Millionen Zuschauer einpendelten, hagelte es nach den TV-Premieren der Krimis mit den Nachfolgern der Bodensee-Ermittler Klara Blum (Eva Mattes) und Kai Perlmann (Sebastian Bezzel) häufig Kritik.
Vor allem der Tatort Ich hab im Traum geweinet, bei dem sich Tobler und Berg im Schwarzwälder Fasnetstrubel die Kante geben und anschließend sogar ungeschützten Sex miteinander haben, fiel beim Publikum durch und sorgte 2020 aufgrund der drastischen Nackt- und Gewaltdarstellungen am Sonntagabend für Empörung auf breiter Front. Die Einschaltquote fiel mit gut 6 Millionen Zuschauern entsprechend miserabel aus – dabei ist der sperrige Krimi in unseren Augen bei weitem nicht so schlecht, wie ihn einige Medien vorab beschrieben hatten.
Einen lauten Aufschrei gab es auch 2019 beim heiklen Tatort Für immer und dich – allerdings weniger aufgrund des darin behandelten Themas Pädophilie, sondern weil in dem Krimi ein Hund brutal erschlagen wird (der in der Realität natürlich überlebt hat). Der doppelbödige Tatort Damian, in dem Friedemann Berg aufgrund einer Erkrankung von Schauspieler Hans-Jochen Wagner einmalig von Aushilfskommissar Luka Weber (Carlo Ljubek) vertreten wird, überforderte 2018 hingegen viele Zuschauer – uns hingegen hat das raffinierte Verwirrspiel ganz hervorragend gefallen.
Mit dieser Ausnahme herrscht seit dem ersten Schwarzwald-Tatort Goldbach von 2017 auf der Position der Ermittler Konstanz – dabei musste kurz vor der ersten Tatort-Folge mit Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner im Hinblick aufs Personal noch schnell improvisiert werden. Wenige Wochen vor dem Start der Dreharbeiten hatte nämlich der eigentlich fest für den Krimi eingeplante Harald Schmidt einen Rückzieher gemacht – er sollte ursprünglich den Kriminaloberrat Gernot Schöllhammer spielen und war vom Südwestrundfunk (SWR) schon medienwirksam präsentiert worden.
Für den früheren TV-Entertainer, der auch regelmäßig in dem seichten ZDF-Format Das Traumschiff zu sehen ist, sprang kurzfristig Schauspielerin Steffi Kühnert ein, die dann in ihrer Rolle als Kripo-Chefin Cornelia Harms in den ersten fünf Tatort-Folgen aus dem Schwarzwald zu sehen war. Ihren letzten Auftritt hatte Kühnert im Tatort Rebland von 2020 – wie uns der SWR bestätigt hat, wird Kühnert aber nicht mehr im Schwarzwald-Tatort zu sehen sein. Die Schauspielerin und Theaterregisseurin möchte sich auf andere Projekte konzentrieren.


