Bild: WDR/Thomas Kost

Die Schöpfung

Folge 1325

11. Januar 2026

Sender: WDR

Regie: Torsten C. Fischer

Drehbuch: Wolfgang Stauch

So war der Tatort:

Stimmgewaltig.

Die Schöpfung spielt nämlich – der Krimititel legt es nahe – in den laufenden Proben zu Josef Haydns gleichnamigem Oratorium und wurde auf der Großbaustelle der Kölner Oper und in der Interimsspielstätte des StaatenHauses in Deutz gedreht. Dort wird auf der Bühne gesungen und geschmettert, was das Zeug hält – und hinter den Kulissen gleich doppelt gemordet. Die Hauptkommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) müssen bei ihrem 94. gemeinsamen Einsatz einen Serienmörder überführen, der neben Rüstmeisterin Elli Zander (Ines Lutzes) auch den exzentrischen Schuhmacher und Heavy-Metal-Fan Wilhelm „Willi“ Köpke (Aljoscha Stadelmann, Liebeswut) ins Jenseits befördert und im Opernhaus für jedermann sichtbar drapiert. Das Phantom der Oper?

Man könnte es meinen, denn nach Leiche Nr. 1 und Nr. 2, die nicht die letzten bleiben, taucht in den gigantischen Hallen der Großbaustelle tatsächlich eine maskierte Gestalt auf. Vor den verdutzten Augen der Kriminalisten taucht sie im allgemeinen Bau- und Operntrubel aber auch unerkannt wieder unter. Dieser Mikrokosmos mit seinen endlosen Arrangements aus Gerüsten, Hebebühnen, Wendeltreppen und Traversen kommt für Ortsunkundige einem Irrgarten aus Stahl und Beton gleich: Schon rein optisch ein außergewöhnliches Setting, mit dem sich der im Künstlermilieu und fast ausschließlich im Gebäude spielende Tatort angenehm von vielen 08/15-Produktionen der letzten Kölner Jahre abhebt. Aber überzeugt er auch als Whodunit?

Durchaus, wenngleich er nahezu in die gleiche Kerbe schlägt wie der gerade einmal 16 Tage zuvor ausgestrahlte Weihnachtstatort 2025: Ähnlich wie in Das Verlangen, in dem die Münchner Kollegen Batic und Leitmayr im laufenden Betrieb des Residenztheaters und während der Aufführung von Anton Tschechows „Die Möwe“ einen Giftmörder suchen, taucht der Film ins Haifischbecken der Bühnenbranche ein. Und spart dabei nicht mit süffisanten Seitenhieben auf abgehobene Künstler, geduldeten Drogenkonsum unter Stars oder die Unterbezahlung der Menschen, die nicht ganz vorne im Rampenlicht stehen: Elektrikerin und „Multitool“ Eva Krüger (Katja Bürkle, Made in China) etwa schaltet bei ihrer Befragung direkt in den Sarkasmus – auch, was die Standardfragen von Tatort-Ermittlern angeht.


KRÜGER:
Wann haben Sie Frau Zander zum letzten Mal gesehen? Wir haben gestern Morgen noch miteinander gesprochen. War sie irgendwie anders als sonst, hatte sie Angst oder irgendwas? Nein, Elli war wie immer, furchtlos vor dem Herrn. Hatte Elli Zander Feinde? Keiner hat hier Feinde. Fehlt noch was?

BALLAUF:
Hier hat keiner Feinde?

KRÜGER:
Nein, hier ziehen alle am gleichen Strang. Für die Kunst. Keiner neidet dem Anderen den Erfolg oder hat ein Problem damit, in der zweiten oder dritten Reihe zustehen. Keinen stört es, wenig bis gar keine Kohle zu verdienen. Und alle annähernd leidenschaftlichen Liebschaften und Affären hier in diesem Opernhaus in den letzten Jahren gingen freundschaftlich und im Guten auseinander. Alle wünschen allen nur das Aller-Allerbeste. Und die Meisten stellen sich darunter einen ziemlich qualvollen Tod in der Hölle vor.

Der zitierte Dialog ist nur eines von zahlreichen Beispielen, wie genüsslich Drehbuchautor Wolfgang Stauch (Diesmal ist es anders) das Opernmilieu auf die Schippe nimmt. Da dürfen die entsprechenden Klischees nicht fehlen: Da gibt es neben der für den Betrieb unverzichtbaren Allzweckwaffe Krüger etwa den eitlen Intendanten Darius Henning (Stephan Grossmann, Ein paar Worte nach Mitternacht), der natürlich nur einen Bruchteil der Mitarbeitenden persönlich kennt, oder Maskenbildnerin Britt Maier (Bettina Engelhardt, Der Fall Reinhardt), die als Beichtmutter über jeglichen Tratsch am besten Bescheid weiß und dem empörten Schenk seinen heiligen Kinnbart stutzen will („Ich hab nicht vor, moderner zu wirken!“).

In der zweiten Krimihälfte löst sich Die Schöpfung aber zunehmend von diesen kurzweiligen, mit viel Wortwitz gespickten Frage-und-Antwort-Spielen und gönnt sich einen längeren Exkurs: Die beiden Mordopfer hatten heimlich mit der alkoholkranken Sopranistin Valerie Schmitt (Hannah Schiller, Parasomnia) und dem verschwundenen Countertenor David Deycks (Marcel Jacqueline Gisdol) eine Heavy-Metal-Oper geprobt. Für Opernbanausen sind diese minutenlangen Proben im Kostüm eine anstrengende Geduldsprobe, die aber eine wichtige Rolle für die Auflösung der Täterfrage spielt – also Ohren zu und durch. Auch hier ist die inhaltliche Nähe zum fast zeitgleich gedrehten und kurz zuvor ausgestrahlten Münchner Tatort Das Verlangen ärgerlich, dem Film vorwerfen kann man sie freilich nicht.

Auch beim Cast gibt sich der 1325. Tatort keine Blöße: Neben der charismatischen Katja Bürkle, die die vielschichtigste und dankbarste Rolle des Opernkrimis schultert, spielen sich vor allem Stephan Grossmann und Hannah Schiller in den Vordergrund. Letztere ist aber Gefangene ihrer eindimensionalen Rolle, bei der die Filmschaffenden um Regisseur Torsten C. Fischer (Erika Mustermann) ein im Kölner Tatort häufig zu beobachtendes Zaunpfahl-Stilmittel anwenden: Es wird äußerst dick aufgetragen und oft wiederholt. Die junge Sängerin muss pausenlos Wodkafläschchen am Büdchen kaufen, in ihren Spind stellen oder im Spülkasten verstecken – dass die in den Chor versetzte Sopranistin ein Alkoholproblem hat, haben wir doch längst begriffen.

Auch das altgediente, nach wie vor ungemein beliebte Ermittlerduo, das im Präsidium sehr intensiv von Oberkommissar Norbert Jütte (Roland Riebeling) und KTU-Leiterin Natalie Förster (Tinka Fürst) unterstützt wird, bläst am Ende ins selbe Horn: Da stehen Ballauf und Schenk nach der Verhaftung des Mörders vorm Opernhaus und blicken gedankenverloren auf das „Die Schöpfung“-Plakat, um anschließend noch ihr Wort zum Sonntag zu sprechen. Plakativer kann man es kaum erzählen, eine nahezu identische Szene ließ sich zudem bereits in der Schlussminute des kitschigen Vor-Vorgängers Restschuld beobachten. Dafür beschränkt sich das für Köln fast obligatorische Zeitlupenfinale erfreulicherweise auf wenige Sekunden und kommt ohne schmalzige Popmusik aus. Die hätte auch so gar nicht ins Opernhaus gepasst.


SCHENK:
Irgendwas muss bei der Schöpfung schiefgelaufen sein.

BALLAUF:
Du meinst jetzt aber nicht die Oper, oder?

SCHENK:
Nee, die meine ich nicht.

Bewertung: 6/10


Kommentare

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46 Antworten zu „Die Schöpfung“

  1. Avatar von DagmarH

    wo auf dieser Seite finde ich informationen über den Tatort? es wird momentan sehr chaotisch hier. früher war es übersichtich.

  2. Avatar von Klaus Beyen
    Klaus Beyen

    Sollte noch einmal ein solcher Tatort aus Köln geliefert werden, verklage ich den WDR auf Schmerzensgeld!
    Schade, das sich Ballauf & Schenk nicht geweigert haben, bei einem solchen Misst mitzuspielen.

    Während das Jahresgehalt vom WDR-Intendant Tom Burow bei 450.000 Euro beträgt, sinkt das Niveau des Tatortes fast auf Null.

  3. Avatar von Gregor Koch
    Gregor Koch

    Muss man Kölner sein, um die Kölner Tatorte zu lieben?

    Natürlich nicht; aber manchmal hilft es. So auch bei „Schöpfung“, in dem das Haus der Star war: unsere neue Oper, dieses Grabmal des gescheiterten Intendanten, das von außen wie eine soziale Brennpunktsiedlung aussieht und von innen wie ein Mix aus Finanzamt und Raumstation.
    Seit über 70 Jahren steht der revolutionäre Riphahn-Bau im Herzen der Stadt, aber so wie in „Schöpfung“ hat ihn wohl noch keiner gesehen; und alleine dafür gebührt diesem Tatort schon eine überdurchschnittliche Wertung.

    Dazu kommt das sublim komische, marginal absurde Libretto – Skript sollte man es hier wohl nicht nennen – mit zutiefst kölschen, wenn auch nicht in kölsch gehaltenen Dialogen, vorgetragen von souverän aufspielenden Darsteller:innen. Kurzweilig, erfreulich, kurz: schön.

    Ja, es war nur der äußeren Form nach ein Whodunnit, aber die wurde immerhin gewahrt.
    Ja, manches war vom Phantom der Oper entliehen, aber so wenig und so respektvoll, dass es als Hommage gelten kann.
    Und nein, „Schöpfung“ muss sich nicht mit „Verlangen“ vergleichen lassen, denn „Verlangen“ war ein Drama, „Schöpfung“ aber eher ein Schwank (insofern schade, dass kein Millowitsch dabei war).

    Vor allem aber war „Schöpfung“, wie schon „Colonius“, eine Liebeserklärung an Köln, wie schon „Abbruchkante“ eine Liebeserklärung an die Region war. Damit hat sich das Kölner Team ein weites und dankbares Feld für weitere „Lokalkolorit-Tatorte“ eröffnet, dass die ernsteren und schwereren „Themen-Tatorte“ wie „Restschuld“ oder „Pyramide“ kontrastiert und eine insgesamt sehr bekömmliche Mischung ergibt.

    Für mich ist das ein Grund, mich auf weitere Kölner Tatorte zu freuen …

  4. Avatar von Wolfgang Klank
    Wolfgang Klank

    Wenn einem Nichts mehr einfällt!

    Was ist nur aus dem Tatort geworden, keine Action keine Spannung.

  5. Avatar von Michael

    Bleibt nur noch Münster über alle anderen habe ich mir seit gestern abgewöhnt.

  6. Avatar von Peter Schmitz
    Peter Schmitz

    Es reicht ganz offensichtlich nicht, dass die Kölner die maßlos überteuerte und kein Ende findende Opern-Renovierung finanzieren und über sich ergehen lassen müssen. Nein, jetzt wird auch noch die gesamte Nation mit diesem Opern-Tatort-Murks gelangweilt. Wer Opern-Gejaule hören will (max. 7% der Bevölkerung), hat dank der übertrieben vom Staat subventionierten Opernhäuser andernorts genug Möglichkeiten sich das anzutun.

  7. Kann die vielen negativen Kommentare auch nicht nachvollziehen. Typischer, solider Tatort für das Kölner Team, super Dialoge, Spielszenen. Einzig an der Spannung hat es etwas gehakt. Wenn z.B. in einem Film namens „Paradies“ schon eine der ersten Figuren, die man kennenlernt, Eva heißt, ist doch klar, dass die eine zentrale Rolle spielen wird und wer die echte Mutter des Countertenors ist. Sprechende Namen sind cool, aber in einem Krimi sollten sie nicht zu offensichtlich sein.
    Schließe mich der 6/10-Wertung des Artikels an.

  8. Avatar von Der_Olli

    Hm – die doch eher zierliche Eva Krüger hat zum einen ihren toten Sohn eigenhändig aus dem Müll-Container rausgezaubert (den zuvor drei Leute mit Ach und Krach hineinbugsiert haben), als auch die beiden anderen Morde begangen, u. a. den Willi (ein echter „Harter Brocken“) noch anständig verkleidet und nach oben an die Hallendecke gehievt? Kann mir das jemand plausibel erklären? Oder muss man das unter „filmische Freiheit“ verbuchen?

  9. Avatar von Rainer Schlegelmilch
    Rainer Schlegelmilch

    Schaue nur noch wenig Tatort.
    Nun kommt auch noch der Kölner dazu.
    Nun gibt es auch in nach Curry Wurst nur noch
    China Food.
    Dünne Story.
    Bin bald eingeschlafen wenn die Oper Diva
    Nicht ab und zu mal gejault hätte.
    Fehlen nur noch die obligatorischen Lesben
    und Schwulen .

    1. Avatar von HANSJÖRG OCHSNER
      HANSJÖRG OCHSNER

      Oh mein Gott, was sind Sie nur für ein Banause!
      Viel geschaut und nichts begriffen!
      Würde meinen, Ihnen sollte man TATORTschauen ab sofort strengstens verbieten! 🙂

  10. Avatar von volkerwilhelm
    volkerwilhelm

    Atmospärisch wuchtig und überzeugend,
    originell ,einfallsreich, und bildgewaltig,dazu
    recht spannend und auch leise humorvoll.
    Für mich der beste Tatort seit langem!

    1. Avatar von HANSJÖRG OCHSNER
      HANSJÖRG OCHSNER

      Fanden wir auch!

  11. Avatar von Anustaya7
    Anustaya7

    Für nicht Opernfans die reinste Folter. Nach 20 Minuten der Akustischen Folter umgeschaltet.

    1. Avatar von Gaudenz Burkart
      Gaudenz Burkart

      Für Opernfans auch!!!!
      Erstens ist die Schöpfung keine Oper (warum wird sie im Opernhaus geprobt, warum wird sie während Bauarbeiten geprobt??), zweitens kann von den Schauspielern niemand richtig singen, auch der Chor nicht.

      Allerdings: Wenn man das Oratorium ‚Die Schöpfung‘ an sich als akustische Folter bezeichnet, ist man zu bedauern!

  12. Avatar von Edgar Will
    Edgar Will

    Selten so einen schlechten Totort gesehen, wer lässt sich solch einen Mist einfallen und dafür muß Rundfunkgebühr gezahlt werden!

  13. ich fand den tatort ein seich. was ist nur los .kommt kein normaler
    tatort.alle,ie letzten sind langweilig.habe mich immer auf tatort gefreut.
    habt ihr auch schon gemerkt,dass das neue nicht mehr gut ist.werdet
    bitte wider normal.

  14. Ein tolles Team , aber dieser Tatort war überflüssig und gehört definitiv in die Kisten , die immer in irgendwelchen Ecken verschwinden ! Schade , Tolle Ermittler.

  15. Bekomme die für solchen Mist auch noch Geld ????? wenn ich so in meiner Firma abliefern würde wäre das ein Kündigungsgrund 😞🤮

  16. Avatar von Tatort-Kritiker
    Tatort-Kritiker

    Einer der wenigen Tatort-Folgen mit Ballauf und Schenk, welche wirklich schlecht waren, aber davon war die Folge „Die Schöpfung“ die schlechteste überhaupt.
    Weder richtige Spannung noch sonst irgend etwas, dass man von einem Krimi erwartet. Ähnlich einem Kammerstück nur gedehnte Dialoge, viel Operngejammer-Einspielungen und ein paar schreckhafte Maskenszenen aus dem Genre-typischen Theater-Klischee.
    Hätte ich die Sendung nur linear sehen sehen bzw. aushalten müssen, hätte ich nach 10 Minuten ab- oder umgeschaltet.
    Beide Ermittler sind zudem in die Jahre gekommen, was man ihnen auch ansieht. Sie sollten langsam aber sicher in Pension gehen, so wie es die Münchner Batic und Leitmayr vorgemacht haben.
    Krimis gibt es sowieso zuviele in der deutschen TV-Landschaft und speziell die Tatort-Reihe hat Sender-übergreifend qualitätsmäßig sehr nachgelassen.
    Es scheint wenig gute neue Drehbücher zu geben.

  17. Avatar von Streitenberger
    Streitenberger

    Das muss man schon mögen, um es zu mögen- Countertenor ist mein Ding nicht wirklich, insofern etwas anstrengend, da mir persönlich zu durchdringend und schrill, musste ständig die Lautstärke herunter schalten, auch um die Nachbarn nicht gegen mich auf zu bringen…;-)

  18. Avatar von Ronald Arnold
    Ronald Arnold

    Das war ein sehr guter Tatort aus dem Künstlermilieu mit vielen Wendungen, tollen Schauspielern und raffiniert komponiert. Auch die eingestreuten Opern Excerpte waren abwechslungsreich und dramaturgisch gut inszeniert.
    Bitte mehr von solchen Tatorten mit gutem Plot.

  19. Avatar von Harry Hornig
    Harry Hornig

    Respekt!!!
    Tolle Maske, Ausstattung, Regie, scheinbar ein super Drehbuch mit genialen Dialogen.
    All das wirkte sehr aufwendig und mit viel Liebe zum Detail.
    Danke, ich habe schon lange kein so gutes Theater im Fernsehen gesehen.
    Vielleicht sollten die anderen Anstalten der ARD auch mal wieder ihre Theater und Opernhäuser entdecken, bevor diese im nächsten Haushalt verschwunden sind.

  20. Avatar von Richard Flender
    Richard Flender

    Ich sehe gerne den Kölner Tatort!
    Aber in Zukunft überlege ich mir ob ich noch einschalte!
    Die Tatorte werden immer schlechter, und der heutige die Schöpfung einfach nur „Sauschlecht „!

  21. so viele böße kommentare, ich lass mal meine meinung zu diesem tatort aussen vor. aber warum muss man gleich auf irgendwas so massiv rumhacken wenn es den eigenen geschmack nicht trift?

  22. Das Kölner Team steht eigentlich für solide Hausmannskost am Sonntagabend zum Entspannen. Doch nun werden neue Wege beschritten: Schon „Colonius“ überraschte das Publikum mit einer ungewöhnlichen Schlussszene. Obgleich Murot über „Die Schöpfung“ müde lächeln dürfte, ist auch diese Folge für Kölner Verhältnisse geradezu rebellisch – und dürfte Teile des konservativen Tatort-Publikums vergrault haben.

    Mir hat es jedoch gefallen: Wolfgang Stauch entführt uns in das reizvolle Setting hinter den Kulissen der Oper. Klischees werden dabei zwar bedient, aber gleichzeitig dadurch hinterfragt, dass der Film sich nie zu ernst nimmt. Mit einzelnen Klischees wird zudem bewusst gebrochen.

    In diesem Mikrokosmos kann sich der gelungene Whodunit mit vielen überraschenden Wendungen und unvorhersehbarer Auflösung ganz wunderbar entfalten – getragen von den großartigen Klängen der Oper. Die Inszenierung der Morde ist sehr theatralisch, was in anderen Settings überfrachtet wirken könnte, hier aber perfekt passt.

    Nur in einigen Momenten fällt diese ungewöhnliche Folge zurück in alte Muster: zum Beispiel bei der ungelenken Verfolgung im Irrgarten hinter der Bühne oder beim etwas abgegriffenen Showdown. Auch wirken die Dialoge teils etwas gekünstelt – noch eine Anspielung auf das Theater?

    Schade ist zudem, dass die – zweifelsohne talentierte – Katja Bürkle im tollen Stuttgarter Tatort „Du allein“ bereits in einer ganz ähnlichen Rolle zu sehen war.

    Unterm Strich ist „Die Schöpfung“ zwar durchaus anstrengend, aber gelungen. Dranbleiben lohnt sich allein schon wegen der tollen Musik und den ausgefallenen Kostümen, die man eher nebenbei zu sehen bekommt. Gut! 7/10.

    1. Die Schöpfung, ist kein Kult Krimi, ein Drama , zu beknackt und durchschaubar.
      Auch die drei davor angebliche Tatort Krimi, voll behämmert.
      Fehlen die Ideen oder was ist los?
      Mein Tipp , lasst mal einen Ort unter Terror stehen, Gang Mitglieder bestechen Geschäfte, Orte werden unter Druck und Brutalität gesetzt, Polizei ist machtlos den Gangs gegenüber,Anschläge auf Politiker , Büros Kaufhäuser werden aufgebrochen,Banken Sparkassen ,Entführungen, halt das volle Programm.

  23. Avatar von Michael

    Sehr unterhaltsamer Tatort mit witzigen Dialogen in einer tollen Location.
    Das hat Spaß gemacht!

  24. Avatar von Manfred

    Ich habe die Kölner Tatorte immer gern gesehen – der hier war unterirdisch. Kann die Maske den Max vielleicht etwas aufbereiten, der sieht ja schon etwas überaltert aus.

    1. Hups, sind wir hier auch bei Bodyshaming Kommentaren angekommen? Dass, was hin und wieder geichtsrelevant wird? Hier gehts ums Inhaltliche, nicht um Beautytipps. Stellvertretend: #RMA respect my age

  25. Der Tatort war einfach nur gut – gelungener Kontrast zwischen Haydns Schöpfung und der Metaloper. Tolle Kamera, super Schauspieler und die Oper als Drehort extraklasse – besser geht’s nicht. Die Story zwar etwas dünn, aber bei dieser Inszenierung vertretbar. Glückwunsch und weiter so!

  26. Tolle Kulisse, spannende Geschichte, sehr schöne Bilder und abwechslungsreiche Musik. Ich mochte den Tatort im Opernmilieu sehr. Das war mal etwas Abwechslung im Krimieinerlei.

  27. Avatar von Novothoniel
    Novothoniel

    Das war für mich einer der besten Tatorte der letzten Zeit. Bitte wieder mehr davon.

  28. Stehe kurz vorm Tinnitus, der Tatort war ja wohl eine frechheit dafür bezahlen wir Gebühren da fehlen mir die Worte

  29. Avatar von Barbara

    Wer die besten Chöre und Duette aus der Schöpfung als ‚Gejaule‘ bezeichnet, ist einfach ein Banause. Wir fanden Musik und Schauspieler klasse.

  30. Avatar von Klaus Gröschel
    Klaus Gröschel

    Ein Tatort öffnet sich zur ganz großen Bühne mit einer vieldimensionalen Unterwelt.
    Geschliffene Dialoge mit subtiler Ironie bestimmen das spannende Drehbuch von Wolfgang Stauch ! Ganz große Klasse!

    1. Avatar von Ronald Arnold
      Ronald Arnold

      Sehe ich auch so: bei N-TV und auch hier 6/10 Bewertung. kann ich nicht nachvollziehen. Das mMn ein herausragender Tatort. Wird sich noch zeigen 😉

  31. Eigentlich mochte ich den Kölner Tatort ganz gerne. Aber das heute war unterste Schublade, ich habe weggeschaltet. Nervig, langweilig, übelstes Gejaule, man muss schon masochistisch veranlagt sein sich das bis zum Ende anzuschauen.

  32. So ein schlechter Tatort 😞 !
    Habt Ihr keine tollen Geschichten mehr, so ein schlechtes Drehbuch……..

  33. Mittelmäßig bis schlecht. Es war eine sanfte stupide Berieselung

  34. Avatar von Sonja Redmer
    Sonja Redmer

    Tatort Köln
    Der Tatort war gut und spannend und ein bisschen Bildungshilfe für alle, die mit Oper nix am Hut haben. Ich fand ihn aber nicht so gut wie vor kurzem der Münchner Tatort „Das Verlangen“.
    Mit Freddy und
    Ballauf sind die Tatorte immer etwas Besonderes, aber
    Ballauf wirkte in diesem ein bisschen gelangweilt.

  35. Ein wenig mehr Realitätsbezug würde dem Tatort gut tun. Es ist nun die zweite Theatersache in kurzer Zeit. Die Figuren und die Geschichte sind pompöse Langeweile. Bitte werdet wieder normal.

  36. Nun also auch Köln‼️Schon wieder so ein abgefuckter uninteressanter Scheiß 💩

    Bei dem aufgefahrenen Bombast dürften die Produktionskosten astronomisch ausfallen😵‍💫

    Nach 30 Minuten umgeschaltet auf rbb „Grizzlies hautnah“…

  37. welch ein Mist. Frechheit was einem angeboten wird.

  38. Avatar von Manni52

    Habe nach 20 Minuten ausgestellt. Diese Gejaule“Musik“ kann man sich nicht anhören. Bekomme ich Koofscjmerzen von

    1. dem kann ich nur zustimmen

      1. Avatar von Aika345

        Zu 💯 Recht.

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