Bild: SWR/Benoît Linder

Innere Angelegenheiten

Folge 1336

19. April 2026

Sender: SWR

Regie: Robert Thalheim

Drehbuch: Bernd Lange

So war der Tatort:

Sonnenlos.

Innere Angelegenheiten spielt nämlich nicht nur (fast) in Echtzeit und an lediglich drei zentralen Schauplätzen, sondern auch durchgehend nachts – mal abgesehen von der Schlussminute, in der die Sonne nach einer denkwürdigen Nacht über dem Horizont aufblitzt und die Freiburger Hauptkommissarin Franziska Tobler (Eva Löbau) ihrem Kollegen Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) bei aufkommendem Tageslicht eröffnet, dass sie sich entgegen ihrer ursprünglichen Pläne nicht für die Leitung des Dezernats bewerben wird. Das kommt nicht von ungefähr: Ihr Vater Bruno (Michael Hanemann), der sie stets zur Bewerbung gedrängt hatte, ist gestorben und sie hat am Tag zuvor alles aus seinem Haus geholt, an dem sie noch hängt.

Ansonsten spielt die Horizontale im 17. Schwarzwald-Tatort, der es auf stolze 24 Drehnächte bringt, nur eine untergeordnete Rolle. Berg ist nach seiner Suspendierung im starken Vorgänger Das jüngste Geißlein wieder im Dienst, wenngleich er diesmal fast den gesamten Film über getrennt von Tobler auf Mördersuche geht: In einem Nachtclub wurde ein polizeibekannter Rocker erschlagen und der Intensivtäter Ramin Taremi (Omid Memar, Sonnenwende) steht unter Tatverdacht. Während Berg ihn im Beisein der (wie immer im Tatort) hochnäsig gezeichneten Anwältin Simin Nadjafi (Proschat Madani, Abgründe) auf dem menschenleeren Präsidium verhört, sucht Tobler im Club nach Spuren. Dabei wird sie erstmalig von Kommissarin Laura Babayan (Nairi Hadodo) unterstützt, die auch im nächsten Freiburger Tatort mitwirkt.

Dieses Setting birgt vermeintlich hohe Brisanz: Weil die Rockergang „Devils“ um Anführer Stefan „Batzi“ Ehrhardt (Sascha Maaz, zweiter Auftritt in dieser Rolle nach Ad Acta) kurzen Prozess mit den im Club verweilenden Angehörigen des mutmaßlichen Täters machen will und bei dröhnender Musik und qualmenden Motoren vor den Toren des Etablissements Stellung bezieht, gerät Tobler zwischen die Fronten – lockt die recht debilen Devils aber bald mit einem simplen Manöver vom Tatort weg. Ehe die Situation so richtig eskalieren kann, löst sich die so heikel anmutende Lage quasi auf Knopfdruck in Luft auf.

Das Herz dieses Krimis schlägt ohnehin woanders – und zwar rund um einen parkenden Einsatzwagen der Bereitschaftspolizei, die Taremis Streit mit dem Erschlagenen ein Ende gesetzt, den Tatort aber vor Toblers Eintreffen wieder verlassen hat. Die junge Truppe um „Oldie“ Wolle Heizmann (Andreas Anke, Das Opfer), Mahmoud Alma (Mouataz Alshaltouh), Miriam Kvelidze (Anna Bardavelidze, Kontrollverlust), Timo Sumser (Ben Felipe), Jakub Zulawski (Lasse Lehmann) und Pia Schölzel (Caroline Hellwig, Zerrissen) kriegt sich eine geschlagene Stunde lang darüber in die Wolle, wer denn nun was in den Bericht schreibt und wie mit der Tatwaffe, die sie noch bei sich führen, verfahren werden soll. Eines ist damit trotz finsterer Nacht schnell sonnenklar: Ramin Taremi ist nicht der Täter.

Entsprechend uninteressant gestalten sich Bergs mit latent rassistischen Provokationen durchsetzten Befragungen, die zudem einen wenig überraschenden Ausgang nehmen. Aber auch im Club kommt der Krimi selten auf Betriebstemperatur: Toblers Debatten mit Rezim Taremi (Arash Nayebbandi), dem Bruder des Verhörten, und Taremis Verlobter Shirin Mirsa (Awin Erfany) bringen den Fall erst spät voran und bekräftigen ansonsten vor allem den Glauben daran, dass Menschen mit Migrationshintergrund kein gutes Standing bei der Polizei haben. Dass man mit einem solchen Background in dieser Krimireihe aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als Mörder ausscheidet, ist im enttäuschenden Drehbuch von Bernd Lange (Die Blicke der Anderen) nicht anders.


BABAYAN:
Meine Kollegin befragt gleich die Polizisten. Bleiben Sie da.

TAREMI:
Selbst, wenn ich Ihnen vertraue: Was ist mit all den Anderen? Die Polizei beschuldigen? Wann ging das bitte gut aus?

So plätschert der doppeldeutig betitelte 1336. Tatort unter Regie von Robert Thalheim, der mit Goldbach und Der Reini bereits zwei Schwarzwald-Drehbücher von Lange verfilmte, ohne echten Aufreger dialoglastig vor sich hin: Berg zofft sich halbherzig mit der Anwältin, Tobler und Babayan spulen im Club ein routiniertes Programm ab. Man hätte ein klaustrophobisches Kammerspiel oder einen reizvollen Perspektiven-Krimi im Stile des Münchner Hochkaräters Die Wahrheit oder der Hollywood-Produktion 8 Blickwinkel, in dem es die richtige unter vielen falschen Aussagen zu finden gilt, erzählen können – so aber wirkt das Ganze bis zum späten Eintreffen der „BePo“ wie eine mit düster-monotonem Score auf Spannung getrimmte Luftnummer.

Sind die zerstrittenen jungen Polizistinnen und Polizisten und ihr herrischer Einsatzleiter dann endlich vor Ort, geht es nach einer steifen Stell-du-dich-mal-da-und-du-dich-mal-dorthin-Nummer plötzlich bemerkenswert schnell: Ein Geständnis ohne Not, dass die Täterfrage eindeutig beantwortet, leuchtet in seiner Spontanität ebenso wenig ein wie die Überlänge der anstrengenden, sich im Kreis drehenden Streitgespräche im Vorfeld, bei denen die Beamten trotz Drohungen und Machtspielchen keinen gemeinsamen Nenner finden. Sie hätten sich auf wenige Minuten eindampfen lassen können – zum Wohle eines früheren, deutlich reizvolleren Zusammentreffens aller Beteiligten im Club. Ganz ohne wütende Rockergang vor der Tür.

Bewertung: 4/10


Kommentare

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70 Kommentare zu „Innere Angelegenheiten“

  1. Habe ich superspannned gefunden weil auf beiden Seiten (Bereitschaftspolizei, Deutsch-Iraner) die Charaktere von den Schauspielern gut herausgearbeitet wurden. Dazu meisterlich fotografiert (bzw. gefilmt) um die Spannung zu steigern. Die Fahrt der 6 Polizisten mit Tobler zurück zum Tatort hat mich an die Eröffnungssequenz von Sicaro erinnert. Über die logischen Fehler (Wieso fährt die Bereitschaftspolizei ab, wenn sich vor dem Club die Rocker versammeln?) wird ja hier oft großzügig bei anderen dann hochgelobten Tatort-Folgen hinweg gesehen. Daher 7/10 für diesen Tatort.

  2. vor allem die Sprache, das Wort Scheisse fast in jedem Satz, ist äusserst primitiv

  3. Avatar von MacAndrew
    MacAndrew

    Sensible Zuschauer, die bereit und in der Lage sind, Dialogen geduldig zu folgen und zwischenmenschliche Dynamik nachzuvollziehen, können mit diesem Tatort etwas anfangen und können ihn als sehr gut bewerten.

  4. Es gab ja schon so einige Tatorte bei denen man nicht sicher war, ob es
    sich um Realsatire handeln soll.
    Was hat den Drehbuchautor bloß geritten, eine derart hanebüchene und in jeder Beziehung unrealistsche Geschichte zu Papier zu bringen.
    Die beiden guten und sympathischen Hauptdarsteller können einem leid tun.

  5. Avatar von Susanne Bethe
    Susanne Bethe

    Spannend bis zuletzt.
    Keine sinnbefreite Action, keine überfrachteten privaten Konflikte der Kommissare. Intensive Auseinandersetzung mit dem Konflikt der Polizeiarbeit.
    Weiter so!

  6. Die bösen deutschen Polizisten die dem armen muslimischen Intensivstraftäter einen Mord unterjubeln wollen, wer kennt‘s nicht. So ähnlich wie die weiße, rothaarige Frau die den unschuldigen, einbeinigen Migrant im Schwimmbad belästigt. UNERTRÄGLICH

    1. Avatar von Gregor Koch
      Gregor Koch

      Fürchtet da jemand um sein Feindbild?

  7. Avatar von Rüdiger

    Ich fand den wirklich ermüdend und langweilig

  8. Avatar von Edwin Ackermann
    Edwin Ackermann

    Das sollte ein billig ( drei Drehorte nur nötig ) produziertes Kammerspiel werden.
    Es wurde ein aller Logik entbehrendes Tatortgeplätscher. Die logischen Brüche waren enorm. ( Siehe z.B. die in anderer Kritik schon gestellten Fragen zum Ablauf )
    Am tollsten fand ich ja, dass sich das ganze Diskussionsdrama unter den Bereitschaftspolizisten über eine Stunde unter einer hell erleuchteten Brücke bei teils ordentlicher Lautstärke abspielte. Tolle Idee. ( Ironiebutton aus )
    Wer schreibt solche Drehbücher?? Da half nur Abschalten…..

    1. Das frage ich mich auch Edwin…, habe jetzt noch Bauchmuskelkater vom vielen Lachen.

  9. Avatar von Gregor Koch
    Gregor Koch

    Mein erster Eindruck dieses Tatorts war „langweilig, aber gut“. Ich dachte auch, hätte man das ganze anders inszeniert, hätte das eine gute Geschichte ergeben; aber inzwischen schleichen sich da Zweifel ein.

    Leider hindert mich das „langweilig“ daran, den Tatort sicherheitshalber noch einmal zu schauen, aber ich habe den Eindruck, dass das, was die Auflösung als tatsächliches Tatgeschehen präsentiert, so nicht gewesen sein kann. Es passt nicht zu der Aussage der uns als besonnen und gesetzestreu präsentierten studierenden Verlobten des tatverdächtigen Intensivtäters, und ich meine mich zu erinnern, dass es auch nicht zum Obduktionsbericht passt.

    Es wäre möglich, dass das, was die drei direkt involvierten Bereitschaftspolizist:innen als „die Wahrheit“ präsentierten, tatsächlich eben das Märchen ist, dass sie zuvor auf dem Handy des einen von ihnen konzipiert hatten. Das wäre natürlich ein ziemlicher Hammer, wird allerdings allenfalls zart angedeutet und bleibt dementsprechend auch ungeklärt, ungestraft. Das allerdings ist dann für einen Tatort ein überraschend realistisches Bild von der Polizeiarbeit …

  10. Avatar von Peter S.

    Ich kann die vielen negativen Kommentare nachvollziehen. Der Schwarzwaldtatort einfach nur noch zum Abschalten. Hoffentlich erspart der SWR dem Zuschauer weitere Folgen!!!

  11. Avatar von wolfgang

    Die schlechten Kritiken kann ich überhaupt nicht verstehen. Meine spontane Einschätzung nach dem Tatort: 8/10 Punkte, ich schließe mich da gerne bspw. dem Kommentar von „Charisma“ an.
    OK, wer jedesmal „Action“, wilde Verfolgungsjagden, spektakuläre Morde usw. braucht, war hier wohl fehl am Platze. Aber ansonsten war genügend Spannung vorhanden, um neugierig und interessiert an dem Fall und der Auflösung zu bleiben. Alle drei Orte – in der Diskothek, im Polizeirevier mit dem zunächst Hauptverdächtigen sowie außen an der Straße – boten jeweils ihre eigenen Spannungselemente. Interessant, wie sich die Stimmung und Spannung innerhalb des Streifenteams aufbaute, interessant die Frage, warum in der Diskothek niemand zum Tathergang aussagen wollte und letztlich der fast verzweifelte Versuch, den Verdächtigen zur Wahrheit zu bewegen. All das führte letztendlich zu einem durchaus spannenden, psychologisch gut aufgebautem Tatort. Einziger kleiner Wermutstropfen: das klischeehafte Benehmen der Motorradclique.
    Meine Wertung: 8/10

    1. Avatar von Susanne Bethe
      Susanne Bethe

      dem schließe ich mich an

    2. Avatar von Charisma

      Danke für Ihre etwas detailliertere Rezension, und meine Zustimmung.

  12. Avatar von arricari

    Oje! Schwarzwald halt. Da darf man einfach nichts erwarten.

  13. Avatar von dieter frick
    dieter frick

    Hallo zusammen. Ich mache sowas zum ersten Mal. Kritik schreiben.
    Dieser Tatort ist es aber wert.
    Grundsätzliche Geschmacksache:
    Der Freiburger Tatort war bisher nicht gut. Sowohl von den Kommissaren die sehr blass sind noch von der Story. Auch vom Ambiente zu oft düster und Farblos. Die Kommissare sind beide zu lasch, langweilig und ohne Profil.
    Wie gesagt, das ist alles Geschmackssache.
    Aber nun zu Fakten:
    Ich möchte meine Kritik in Fragen formulieren.
    1. Wieso möchte die blonde Polizistin auf der Wache die Wahrheit sagen, obwohl sie die Mörderin ist?
    2. Warum wollen die meisten von den anderen Lügen, obwohl sie damit gar nichts zu tun haben?
    3. Warum sagen die Afganen (ich glaube es waren Afganen) nicht, dass es die Polizei war? Wegen Rassismus? Zu bilig.
    4. Warum geht der Afgane im Präsidium beim Verhör icht einfach nachhause? Warum amcht der so einen Aufriss obwohl er gehen könnte.
    5. Warum holen die zwei Polizisten Kaffee, obwohl sie es eilig haben das Problem zu läsen. (Was ja keines war)
    6. Warum sind die Rocker so unfassbar dähmlich und fahren zum Flughafen? Gibt es mitten in der Nacht einen Flug nach Afganistan? Enfach mal so, von Basel etwa?
    7. Warum nimmt es den Kommissar so unrealistisch emotional mit, wenn der Afgane keine Aussage macht?
    8. Wolle der Polizist, warum schreibt er nicht einfach die Wahrheit?

    Ich könnte Stunden lang weitermachen.

    9. Warum waren Fingerabdrücke auf demAschenbecher?
    10. Warum nehmen sie ihn mit und weigern sich dann die Fingerabdrücke abzuwischen?

    Ok. Ich denke, dass ihr meine Meinung erkennen könnt.
    Konstruiert, Sinnfrei, Langweilig.

    Einen schlechteren Tatort habe ich noch nie gesehen.
    Und das will was heißen. Ich habe die meisten Freibuger gesehn.

    So, und wer sich jetzt aufregen möchte, soll mir erstmal die Fragen beantworten.

    1. Avatar von Charisma

      Ich beantworte hier nur die erste Frage, da ich glaube dass offensichtlich ein schweres Missverständnis vorliegt, diese Ihre Frage lautete:

      „Wieso möchte die blonde Polizistin auf der Wache die Wahrheit sagen, obwohl sie die Mörderin ist?“

      Die blonde Polizistin war natürlich nicht die Mörderin, auch wenn diese Polizistin die Schuld am Ende auf sich genommen hat. Das geht aus unzähligen und deutlichen Indizien im Verlauf des Films klar hervor.
      Vielleicht ist es hilfreich diese Folge einfach nochmal, und mit etwas mehr Aufmerksamkeit anzusehen, dann klären sich wahrscheinlich die meisten anderen Fragen auch.

    2. Sehe es genauso, perfekt zusammengefasst!
      Ich schalte nie mittendrin ab, schaue immer zu ende.
      Das da war der schlechteste Tatort ever, vielleicht mit der Ausnahme von dem Fall mit der Drogenpilzenpartie… (keine Ahnung, welches Team es damals war…)

  14. Avatar von Henry Wuth
    Henry Wuth

    Eigentlich ging es bei diesem Tatort nur um das Problem Polizei. Alle Welt weiß, dass staatlicherseits deren Fehlverhalten in Deutschland häufig vertuscht wird. Erinnere nur an die (Selbst- !!) Verbrennung des in der Polizeizelle in Dessau an Armen und Beinen angeketteten Afrikaners Oury Jallow. Die Sache ist schon viele Jahre her und bis heute nicht ordentlich aufgearbeitet. In dem neuen Tatort aus dem Schwarzwald wird diese außerordentlich heiße und schwierige Thematik Polizei sehr anschaulich dargestellt. Für mich ein sehr gelungener Tatort.

  15. Avatar von Christof Lammes
    Christof Lammes

    Sehr seltsam! Warum sollten die Polizisten bei einem solchen Vorfall so reagieren! Völlig unrealistisch! Wenn man das außer Betrachtung sieht, war der Tatort noch ganz okay.

    1. Avatar von Charisma

      Zitat: „Warum sollten die Polizisten bei einem solchen Vorfall so reagieren!“

      Es ist nur zu menschlich, und in seriösen Medien Berichten sind ähnliche Fälle nur all zu oft dokumentiert, also völlig real.

  16. Avatar von Micha u.Brigitte Mahn
    Micha u.Brigitte Mahn

    Dieser Tatort war durchgehen spannend (gelegentlich nervige Disskutirerei).aber vorstellbar, also möglich !und hervorragend gespielt.10 PunkteMicha

  17. Avatar ist gegen diesen Tatort die reinste Reality-Show.
    Über den völlig unlogischen Plot wurde hier ja bereits mehrfach geschrieben – unterirdische Story, unlogisch und unnötige Handlungen. Aber was so gar nicht geht sind diese völlig realitätsfremden Details.
    Beispiel: Das Bereitschaftspolizei-Sixpack rückt schon ab, obwohl die Gefahr einer Eskalation besteht? Schutzpolizisten müssen dann die Meuten voneinander trennen.
    Die Bereitschaftspolizei rückt ab, bleibt über Stunden „verschollen“ und wird – selbst nach mehrmaligen vergeblichen Funksprüchen – nicht gesucht (Fahrzeugortung über Digitalfunk).
    Die Fake-Panne wird mittels Entnahme eines Benzinfilters konstruiert? Das Fahrzeug hat einen Dieselmotor.
    Die Anwältin fordert ihren Mandanten nach der Befragung mehrmals auf, das Revier nun zu verlassen. Hilft nix – der Junge lässt sich immer wieder vom Kommissar bewegen, sich wieder zu setzen. Schlechte Anwältin? Schlechte Recherche? Alles in allem war das mit Abstand der schlechteste Tatort, den ich je gesehen habe.

  18. Ich habe nach etwa 25 Minuten abgeschaltet, weil mich die endlosen Diskussionen schlichtweg gelangweilt haben. Mag sein, dass so etwas im echten Leben vorkommt – aber im Film möchte ich mir das nicht anschauen müssen.

    Danach habe ich nur noch die letzten fünf Minuten gesehen und war anschließend noch ratloser, was das Ganze eigentlich sollte. Die Polizistin hat sich doch offenbar in Notwehr verteidigt. Warum also dieser riesige Aufriss? Man hätte den Vorfall melden können – und gut ist.

  19. Avatar von Elli Kleinmann
    Elli Kleinmann

    Kammerspielartig. Nachdem ich mindestens 30x Scheiße gehört habe, habe ich aufgehört mitzuzählen.

  20. Avatar von Wolfgang Radtke
    Wolfgang Radtke

    Ich bin begeistert! Das war seit langer Zeit endlich einmal wieder ein Tatort der rundherum gelungen ist! Die schauspielerischen Leistungen waren durchgehend sehr gut und das Drehbuch ausgezeichnet! Das äußerst relevante, konfliktreiche Thema wurde realitätsnah dargestellt und spannend aufbereitet! Danke für diesen gelungenen und mutigen Tatort!

  21. Langweilig. Durchweg unsympathische Charaktere. Alles wie immer im Schwarzwald.

  22. Ich bin kein Fan dieses Teams, aber dafür war es heute doch ganz ordentlich. Ich habe aber auch auf 1,5facher Geschwindigkeit geschaut. – 6/10

    1. Avatar von sumsalabim70
      sumsalabim70

      Coole Idee – mit der 1,5fachen Geschwindigkeit! 😉

  23. Avatar von Charisma

    Endlich mal wieder ein von vorne bis hinten spannender und etwas anderer Tatort, mit viel Kritik am System. Korpsgeist steht über Wahrheit, ein System kann so gebaut sein, dass Schuld umverteilt wird, statt aufgeklärt, ein Opfer innerhalb eines Systems, das keine echte Wahrheit zulässt. Es geht weniger um „Fall gelöst“, sondern mehr um gesellschaftliche Kritik — hier speziell an Polizeistrukturen und interner Loyalität. Bitter aber spannend bis zuletzt.
    8 von 10 Punkten

    1. Avatar von wolfgang

      Der Kritik kann ich mich gerne anschließen. Ebenso der Bewertung 8/10.

    2. Avatar von Michael

      „Bitter, aber spannend bis zuletzt“ und natürlich der Wahrheit entsprechend. Alle Polizisten sind so!.

      Mittlerweile ist nur noch einer von zehn Tatorten sehenswert.

      Die Streifenpolizisten wurden selten dämlich dargestellt.

  24. Avatar von Lutz Müller
    Lutz Müller

    85 min. war er spannend. Aber am Ende kam ich mir verarscht vor, weil die Tat gar nicht zur vorherigen Handlung passte.
    Verschwendete Zeit!

  25. Über die „Kammerspiel“-artige Aufmachung mit viel Dialog und wenig Handlung an wenigen unspektakulären Schauplätzen muss jeder selbst befinden. Was gar nicht geht, ist die undurchdachte, nicht nachvollziehbare und sich gegen jede Logik sträubende Story. Eine Polizistin wird bedrängt und tötet in Notwehr eine Person. Das sechsköpfige Einsatzteam verschwindet erst mal vom Tatort und zumindest der Einsatzleiter weiß zunächst nicht, was passiert ist, häh? Später scheint er es dann doch zu wissen?! Im Verlauf beschließt die Polizistin, die Wahrheit zu sagen und wird von mindestens drei Kollegen daran gehindert, komischerweise weil die besorgt sind, dass ihnen etwas angekreidet werden könnte??? Warum lassen sie ihre Kollegin dann nicht einfach gewähren? Wer hat sich sowas ausgedacht. Über allem schwebt dann noch ein dümmlich konstruierter, moralinsaurer, aber für die Handlung weitgehend unnötiger Migrationshintergrund-Konflikt. Leider mal wieder ein schlechter Tatort.

    1. Tja, aber hat die Polizistin denn am Ende wirklich die Wahrheit gesagt? 😉

  26. Avatar von N. Schel

    Mir hat die Folge gut gefallen! Dem Ermittlerduo schaue ich sowieso gern zu. Konnte mich hier auch gut in die BePo-Teammitglieder versetzen. 8/10 Punkten.

  27. Avatar von Christof Brust
    Christof Brust

    Ein Tatort durchaus mit Kammerspielcharakter. Die seelischen Nöte des Einsatzkommandos der Polizei bei dem Versuch die Straftat einer Kollegin zu vertuschen (Notwehr?) wurden aus meiner Sicht sehr realistisch dargestellt. Die Rolle der Rockergang dagegen leider sehr klischeebehaftet. Das latente Phlegma der Kriminalbeamten löst sich am Ende zugunsten einer „schlauen“ Tatrekonstruktion auf – naja, etwas von der „TKKG-Bande“ war da schon dabei. Herausragend gespielt die Rolle des der Tat verächtigen Ramin Taremi (O. Memar)! Ätzen wieder mal F. Berg (H.-J. Wagner) Insgesamt Note 8/10

  28. Avatar von Bernd Mößner
    Bernd Mößner

    ….mal sehen ob die nächste Folge vom Schwarzwaldteam noch „glanzloser“ wird.Nach dem Motto „schlechter geht immer“.Die Schauspieler können aber am allerwenigsten dafür, das muss unbedingt herausgestellt werden. Gratuliere zum ganz großen Wurf!!!!

    1. Avatar von Michael

      Volle Zustimmung!

  29. Endlich mal wieder ein richtig spannender Tatort. Besonders durch die vielschichtigen Dynamiken. Dass das vermeintliche Geständnis der jungen Polizistin falsch war, konnten wohl nur ganz aufmerksame Zuschauer erkennen… ein grandioses Ende.

    1. Wieso falsch? Habe ich nicht verstanden..

    2. Avatar von montechristo
      montechristo

      Danke für die Richtigstellung!!!

    3. Avatar von Michael

      Fragen Sie mal den Drehbuchautor, wie es in Wirklichkeit war.

      Ich reiche leider an Ihre Intelligenz nicht heran, um zu erkennen, dass das Geständnis der Polizistin falsch war.

      1. Avatar von montechristo
        montechristo

        Es ging aus den vorausgegangenen Dialogen der Polizisten hervor, dass es der „Landsmann“ vom Tatverdächtigen war (auf den seine Eltern so stolz waren…). Die Geschichte mit der Notwehr entsteht wohl erst im Moment des Nachstellens und vermutlich entscheidet sich die Polizistin erst in diesem Augenblick zu dieser Lüge, denn Zeit für eine Absprache war eigentlich nicht mehr. Die anderen gehen aber mit. Somit ist das der „dritte Weg“, eine Ausflucht mit gleichzeitiger Entlastung des Verdächtigen. Was wirklich passiert ist erfahren weder die Komissare noch wir Zuschauer. Auch nicht, wie es für die Polizisten weitergeht, wobei ja Notwehr nicht Totschag ist… Wer gerne actionreiche Krimis schaut war hier fehl am Platz. Ich fand es wie hier bereits öfter kommentiert ein intensives Kammerspiel über (mehrere) Gruppendynamiken – die Längen darin eben gerade authentisch – und die Polizisten wurden auch nicht negativ dargestellt, sondern als Menschen, die ihre Biografie mit sich schleppen, Gefühle und Ziele haben, eben wie jeder von uns.

    4. Avatar von Charisma

      „Dass das vermeintliche Geständnis der jungen Polizistin falsch war, konnten wohl nur ganz aufmerksame Zuschauer erkennen“

      Nein, ich denke das war vollkommen eindeutig. Der Plot hätte nicht klarer sein können ohne lächerlich zu wirken.

  30. So schlechte Tatorte haben wir schon lange nicht mehr gesehen… wofür zahlen wir überhaupt noch GEZ?!

    1. Avatar von Michael

      Das frage ich mich auch.

  31. Avatar von René Alder
    René Alder

    Das meistgenannte Wort deckt sich mit meiner Beurteilung: Scheisse. In diesem Tatort wird in einer Multikulti-Gesellschaft eine Gruppe von höchst labilen „Polizisten“ ins Lächerliche gezogen – frei nach dem Motto: Die blöden Bullen!
    Wieder ein Tatort zum Vergessen.

    1. Avatar von Michael

      Ja, stimmt. Die Streifenpolizisten werden absolut dämlich dargestellt.

  32. Avatar von Macadoli

    Überraschend guter tatort, obwohl es am Anfang verwirrend war mit 3 Schauplätzen. Guter Ton und kein Genuschel. Weiter so!

  33. Ich mochte den Tatort, fand ihn spannend, er erzählte aber schon etwas langsam. Nervig, die Kreisbewegung im Verhör von Taremi. Die langezogene Nacht draußen am Fahrzeug der verdächtigen Polizisten war gefühlt wie in Echtzeit. Trotzdem mochte ich das Thema und den Stoff.
    Aber mit einer Aufstellung des Ablauf durch Tobler und Berg, stellte sich heraus, dass niemand von den Polizisten wusste, wer den tödlichen Angriff durchgeführt hatte. Das stellte sich dann lapidar heraus und die ganze vorangegangene sehr langwierige gegenseitige Unterdrucksetzen des Teams erfolgte

  34. Avatar von H.Hoppe

    Fand den Tatort heute Abend sehr gut. Mal aus einer anderen Perspektive gesehen. Auch die Kommissare finden endlich wieder zueinander, das finde ich gut, mag die beiden

  35. Avatar von W.Siewert
    W.Siewert

    Ein sehr spannender und handwerklich dichter Tatort.
    Besonders gefallen hat mir, dass der Film ohne Actionszenen auskommt und damit eher ein Publikum bedient, welches anspruchsvolle Handlungsstränge und Ermittlungsarbeit schätzt.

  36. Avatar von Heike Voigt
    Heike Voigt

    Der Tatort war nach meinem Empfinden absolut sehenswert. Sehr realitätsnah.

    1. Avatar von Michael

      Ja, sehr realitätsfern.

  37. Avatar von Roberto Testini
    Roberto Testini

    Sehr guter Tatort. Immer eine latente Spannung und gute Dialoge. 9 von 10 Punkte

  38. Nicht doll. Das Ende war ja nahezu seit Anfang an absehbar. Was hat das mit nem Krimi zu tun?

  39. Avatar von Lutz G.

    stinklangweilig – Zeitverschwendung – und dann noch das unsympathischste und farbloseste Tatortteam, das ich kenne – zu viel des „Guten“!!!

    …ich hab zum „Wolf“ (ZDF) umgeschaltet 😉

  40. Avatar von Michael

    Erweckt den Eindruck eines erneuten low Budget Tatort. Lahm, uninteressant, dafür mit „belehrenden“ Aussagen.

    1. Avatar von Anderer Michael
      Anderer Michael

      Volle Zustimmung.

  41. Avatar von Markus Schroeder
    Markus Schroeder

    Der Tatort war enorm spannend und hat mich mit seiner kommunikativen Dynamik wirklich gefesselt. Das poly-ambivalente vielschichtige Gruppengefüge im Spannungsfeld von Teamgeist und Ehrlichkeit hat mich fasziniert. Was-hat-wer-zu-wem gesagt als Ausdruck eines nicht lösbaren Konfliktes, Chapeau !
    Eindeutig 10/10 Punkten.

    1. Oida, wieviel hast für diesen Kommentar abgestaubt **BRÜLL**

      1. Avatar von Michael

        Das frage ich mich auch.

    2. Absolut, sehe ich ganz genauso 🙂

  42. Avatar von Diemonies
    Diemonies

    Leider nicht besonders, musste umschalten. Langweilig und trocken,keine Spannung zuviel Gequatsche. Schlecht

  43. Öde öde öde
    Klischees werden breitgewalzt, die armen Verbrecher werden soooo ungerecht behandelt, viel Gelaber, ach ja, die Komissarin spricht mit ihrem verstorbenen Vater…

  44. Avatar von Anke DElsa
    Anke DElsa

    In einer halben Stunde habe ich das Wort Scheiße mehr gehört als wie in einem ganzen Jahr. Furchtbar, unterstes Niveau!

    1. Avatar von Regina Harbich
      Regina Harbich

      Das kann ich leider nur bestätigen. Es ist einfach UNTRAGBAR!!!!

      1. Avatar von Michael

        Ja, an Grauenhaftigkeit nicht zu überbieten.

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