Bild: ORF/KGP Filmproduktion/Petro Domenigg

Wann kommt der nächste Tatort aus Wien?

Hier erfährst du, wann ARD und ORF 2 den nächsten neuen Wiener Tatort mit Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) senden – und was gerade gedreht wird.


Die letzte neue Tatort-Folge aus Österreich lief am 14. Dezember 2025 und hieß Der Elektriker: Die Wiener Ermittler Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) müssen darin den Tod eines gehbehinderten Rentners aufklären, der in einem Pflegeheim in der Badewanne ertrunken ist.

Uns hat dieser klassisch konstruierte Krimi aus Wien trotz kleinerer Schwächen gut unterhalten; wir gaben dem Austro-Tatort solide 6 von 10 Punkten. Uns hat dieser klassisch konstruierte Krimi aus Wien trotz kleinerer Schwächen gut unterhalten; wir gaben dem Austro-Tatort solide 6 von 10 Punkten. Auch beim Publikum überwogen die positiven Stimmen deutlich. Die Einschaltquote fiel mit gut 8,7 Millionen Menschen und einem Marktanteil von 33,3 Prozent beim deutschen TV-Publikum ebenfalls stark aus.

Wie geht es nun in Wien weiter?

Der nächste Wiener Tatort befindet sich seit Anfang September 2025 in Produktion: Er trägt den Arbeitstitel Gegen die Zeit (alternativ: Sonne auf uns) und entstand unter Regie von Katharina Mückstein. Die Filmemacherin schrieb auch das Drehbuch und inszenierte zuvor bereits den Austro-Tatort Dein Verlust, der im März 2024 ausgestrahlt wurde. Im Film müssen Eisner und Fellner den Mord am Leiter einer sozialpädagogischen Wohngemeinschaft für Jugendliche aufklären, der erschlagen aufgefunden wurde. Die Bewohner des Heims – allesamt junge Männer zwischen 14 und 18 Jahren – stehen der Polizei allerdings feindselig gegenüber. Auch die Ex-Frau des Verstorbenen rückt in den Blickpunkt: Sie hatte den Ermordeten nur deshalb nicht wegen seiner cholerischen Anfälle angezeigt, weil er seinen Job in der Sozialbranche verloren hätte. Im Fernsehen wird dieser Krimi im Jahr 2026 ausgestrahlt, der genaue Termin ist offen.

Im Jahr 2026 heißt es zugleich Abschied nehmen von Eisner und Fellner: Wie der ORF im April 2025 bekanntgab, quittieren Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser auf eigenen Wunsch den Dienst und wollen „aufhören, wenn es am schönsten ist“. Wir informieren auf einer Sonderseite.

Ihr übernächster und letzter Tatort wird unter dem Arbeitstitel Dann sind wir Helden geführt und weiß hochkarätige Namen in seinen Reihen: Die erste Klappe unter Regie von Christopher Schier, der bereits viermal für die Krimireihe am Ruder saß, fiel im Oktober 2025. Zuletzt inszenierte der Filmemacher den elektrisierenden Wiener Tatort Die Amme und den überragenden Münchner Fall Lass den Mond am Himmel stehen. Das Drehbuch schrieben Stefan Hafner und Thomas Weingartner, die auch das Drehbuch zu Lass den Mond am Himmel stehen konzipierten und den grandiosen Austro-Tatort Her mit der Marie! schrieben. In ihrem letzten Tatort stehen Eisner und Fellner im Mittelpunkt einer turbulenten Story: Ein Arbeitssuchender findet anstelle des erhofften Jobs eine junge Frau – und wird unerwartet zum Transporteur gestohlenen Geldes mitsamt der Diebin. Und das ausgerechnet im Auto des frisch aus der Haft entlassenen Inkasso-Heinzi (Simon Schwarz). Das löst eine nicht absehbare Ereigniskette aus, die auch das Ermittlerduo erfasst. Laut ORF soll dieser Krimi bis Ende 2026 erstmalig gezeigt werden.

Wer die Nachfolge von Eisner und Fellner antritt, hat der ORF am 2. Dezember 2025 offiziell kommuniziert, nachdem die Info vorab schon in einigen österreichischen Medien zu lesen war: Ab 2027 Miriam Fussenegger und Laurence Rupp in den Rollen als Halbgeschwister Charlotte „Charlie“ Hahn und Alex Maleky auf Mördersuche. Wir berichten auf einer Sonderseite. Auch der Abschied von Hubert Kramar, der im Wiener Tatort viele Jahre den Chef und Oberst „Ernstl“ Rauter spielte, ist seit Oktober 2025 bestätigt. Offen ist, ob Meret Schande (Christina Scherrer) dem Format erhalten bleibt – da der ORF dazu nichts kommuniziert hat, ist nicht davon auszugehen.

Ihren ersten Austro-Tatort mit noch unbekanntem Arbeitstitel drehen Miriam Fussenegger und Laurence Rupp im Frühjahr 2026 unter Regie von Dominik Hartl nach einem Drehbuch von Sarah Wassermair. Die beiden Filmschaffenden zeichnen bereits für den Wiener Tatort Azra von 2023 verantwortlich. Zum Kriminalfall ist noch nichts bekannt, wohl aber zu den Figuren: Charlie Hahn wird in ihrem ersten Tatort die Leitung einer Sondereinheit des Bundeskriminalamts angeboten. Eine herausfordernde Aufgabe – auch deshalb, weil ihre Vorgänger Moritz Eisner und Bibi Fellner Legenden waren. Obwohl die junge Kriminalbeamtin andere Karrierepläne hatte, nimmt sie den Job an und will sich ihr Team selbst zusammenstellen. Umso größer ist die Überraschung, als sie am ersten Arbeitstag mit Alex Maleky ausgerechnet einem Mann gegenübersteht, der ihr Halbbruder ist und den sie sicher nicht als Mitarbeiter ausgesucht hätte. Dennoch arbeitet er nun unfreiwillig eng mit ihr zusammen. Die TV-Premiere des Krimis ist für das Jahr 2027 angekündigt.

Die nächsten TV-Termine für den Tatort aus Österreich:

Gegen die Zeit
im Jahr 2026

Dann sind wir Helden
voraussichtlich Ende 2026

N.N. (erster Tatort mit Hahn/Maleky)
im Jahr 2027

Über den Wiener Tatort

Der Wiener Chefinspektor Moritz Eisner (Harald Krassnitzer), der seit 1999 für den Österreichischen Rundfunk in der ARD, im ORF und im SRF auf Mördersuche geht, zählt zu den dienstältesten Ermittlern der öffentlich-rechtlichen Krimireihe. Sein erster Tatort war der Fall Nie wieder Oper, bei dem er noch von Gruppeninspektorin Suza Binder (Loretta Pflaum) und Bezirksinspektor Norbert Dobos (Alois Frank) unterstützt wird.

Für Harald Krassnitzer sollte der Tatort Verschwörung im Jahr 2021 eigentlich der 50. Tatort-Einsatz werden: Anders als Adele Neuhauser, die in ihrer beliebten Rolle als Major Bibi Fellner „erst“ seit der Folge Vergeltung von 2011 in Wien an Bord ist, ermittelt Moritz Eisner seit über zwei Jahrzehnten für die Krimireihe. Da der später abgedrehte Fall Die Amme entgegen der ursprünglichen Planungen ein paar Monate früher seine TV-Premiere feierte, ist er als 50. Tatort mit Moritz Eisner in die Tatort-Annalen eingegangen.

In beiden Krimis müssen die Wiener Ermittler, die in der Regel zwei- bis dreimal pro Kalenderjahr auf Sendung gehen, bereits ohne ihren langjährigen Assistenten Manfred „Fredo“ Schimpf (Thomas Stipsits) auskommen, der sein Debüt als Tatort-Polizist 2012 im Krimi Falsch verpackt gab und 2020 in Unten zum letzten Mal in der Krimireihe zu sehen war. Seine Nachfolgerin ist Christina Scherrer in der Rolle als Assistentin Meret Schande, die sie bereits im Tatort Schock von 2017 übernahm und seit Die Amme regelmäßig im Wiener Tatort dabei ist (allerdings nicht immer).

Weil Moritz Eisner und Bibi Fellner, die bei ihren Ermittlungen oft mit ihrem strengen Vorgesetzten Ernst „Ernstl“ Rauter (Hubert Kramar) aneinandergeraten, für das Bundeskriminalamt tätig sind, kommen die beiden auch außerhalb von Wien zum Einsatz. In der Zeit nach der Jahrtausendwende gab der ORF einige „Tirol-Folgen“ in Auftrag – so etwa den starken Tatort Der Teufel vom Berg aus dem Jahr 2005, in dem der spätere Wiesbadener Tatort-Kommissar Ulrich Tukur in einer Nebenrolle glänzt. Fernab der Großstadt – nämlich in Kärnten, am Wolfgangsee und in der Steiermark – ermittelten Eisner und Fellner zum Beispiel in den Tatort-Folgen Baum fällt und Wahre Lügen von 2019 sowie im Grenzfall von 2015 und in Paradies von 2014.

Während die Krimis im deutschen Nachbarland regelmäßig Spitzenquoten einfahren, tut sich der Austro-Tatort hierzulande etwas schwerer: Im Vergleich zu anderen Tatort-Städten rangieren die Krimis aus Wien mit Blick auf die Einschaltquote eher im hinteren Bereich.