Bild: HR/Sommerhaus/Tatiana Vdovenko

Licht

Folge 1316

30. November 2025

Sender: HR

Regie: Rick Ostermann

Drehbuch: Senad Halibasic

So war der Tatort:

Gleißend hell – und gleichzeitig düster.

Der zweite Fall des Frankfurter Cold-Case-Duos Maryam Azadi (Melika Foroutan) und Hamza Kulina (Edin Hasanovic), das seine Spurensuche erneut im Keller der Abteilung „Altfälle“ startet, spielt nämlich wie kaum eine zweite Ausgabe der Krimireihe mit dem für die Folge titelgebenden Licht und der für den Vorgänger titelgebenden Dunkelheit: Im ständigen Wechselspiel aus Helligkeit und Finsternis tasten sich die aus dem Iran stammende Azadi und der gebürtige Bosnier Kulina in dunkle Krematorien vor, stürmen sonnengeflutete Höfe und wälzen Fotos und Akten, die im seelenlosen Glanz der Neonröhren erstrahlen.

Im sonnigen Frühjahr gedreht, nimmt uns der zuvor sechsmal als Regieassistent für den Tatort aktive Filmemacher Rick Ostermann (Schwindelfrei) bei seiner ersten eigenen Inszenierung mit auf eine emotionale (Zeit-)Reise: Wir lernen eine Mutter kennen, die vor sechs Jahren ihren Partner und ihr geliebtes Kind als vermisst gemeldet hat und nicht wahrhaben will, dass beide nicht mehr unter uns weilen. Anna Reiter (Maren Eggert, mimte von 2003 bis 2009 die Polizeipsychologin Frieda Jung im Tatort aus Kiel) bestreitet vehement, dass ihr damaliger Lebensgefährte Julian Ivanez (Christoph Pütthoff, Erbarmen. Zu spät.) durch einen erweiterten Suizid auch die gemeinsame Tochter Viktoria (Rosa Wirtz) aus dem Leben gerissen hat.

Tatsächlich gibt es Zweifel an dieser wackeligen Theorie, da die Leichen der beiden nie gefunden wurden: Grund genug für die früher für die Vermisstenstelle tätige Azadi, die noch immer in Kontakt zu Reiter steht, der Sache nach einer neuen Spur auf den Grund zu gehen und Kulina in ihre Pläne einzuweihen. Als der obdachlose Otto Gerald Buchmann (Meinhard Neumann), der Reiter neue Hinweise auf Viktorias Verbleib geben konnte, kurz darauf tot aufgefunden wird, wird aus dem Cold Case vorübergehend ein Whodunit: Den 1316. Tatort treibt eine Zeit lang nicht mehr nur die Frage nach dem Verbleib des Kindes, sondern auch die Frage nach der Identität von Buchmanns Mörder voran.

Und das mit höherem Tempo als der vom TV-Publikum förmlich gefeierte Vorgänger Dunkelheit, der sich minutenlange Dialogszenen im Keller gestattete und über weite Strecken auf ein gemächlicheres Arrangement setzte: Spätestens mit dem Stürmen des einleitend erwähnten Domizils der sektenähnlichen Gruppierung namens „Licht der Welt“, in dem zahlreiche Spiegel den Innenhof schmücken und die Medikamente ablehnende Glaubensgemeinschaft mit vermeintlich ausreichender Lebensenergie vorsorgen, nimmt das Thrillerdrama Fahrt auf und geht bis zum Schluss nicht mehr vom Gaspedal. Was ist auf dem Hof Tragisches geschehen – und welche Rolle spielten dabei Viktoria und ihr Erzeuger?


KIND:
Wir durften nicht zum Licht. Wir kamen in den Mondraum.

AZADI:
Okay, und was ist das, der Mondraum?

KIND:
Da wohnt das Dunkle.

Das Drehbuch aus der Feder von Senad Halibasic, der auch an Dunkelheit mitschrieb, hält diese Frage bis zu einem klugen Twist auf der Zielgeraden offen und ist auf dem kurzweiligen Weg dorthin mit vielen Horror- und Mystery-Anleihen gespickt. Rätselhafte Zeichnungen an den Wänden und seltsam verschlossene Kinder, die schon mal wie von Zauberhand plötzlich aus dem Blickfeld verschwinden, kennen wir aus den genannten Genres gut und sie verfehlen ihre atmosphärische Wirkung auch in diesem Tatort nicht. Ein wenig mehr Eigenständigkeit hätte Licht gut zu Gesicht gestanden, aber langweilig ist der Film zu keinem Zeitpunkt.

Zumal er mitreißend arrangiert ist: Neben dem erwähnten Wechselspiel aus Licht und Schatten erwachen etwa mögliche Tathergänge von vor sechs Jahren in physischer Anwesenheit des Cold-Case-Duos wieder zum Leben; das haucht dem abgekühlten Altfall neue Dramatik ein und umschifft die Gefahr von zäher Aufarbeitungsroutine elegant. Seinen ersten Siedepunkt erreicht der Film nach einer knappen Stunde und mündet schließlich in ein bedrückendes Finale, das niemanden glücklich macht. Vielleicht ist es dadurch sogar glaubwürdiger als jedes Happy End. Heile Welt ist nicht das, was das neue Frankfurter Duo erzählen will.

Auch auf der Horizontalen entwickelt sich der Tatort vom Main wohldosiert weiter: Wurde in Dunkelheit noch das Privatleben von Hamza Kulina beleuchtet, spielt es diesmal keine Rolle – dafür muss sich der strafversetzte Polizist vor der internen Ermittlung verantworten, die ihm Fehlverhalten bei einem Einsatz mit seinem lebensgefährlich verletzten Kollegen unterstellen. Maryam Azadi telefoniert derweil mit ihrem Sohn Kian, bleibt ansonsten aber die größere Unbekannte im Ermittlerduo, das diesmal nur kurz auf seine strenge Vorgesetzte Sandra Schatz (Judith Engel) trifft und vor allem zu Beginn von der neuen Rechtsmedizinerin Lange (Mieke Schymura, Rettung so nah) unterstützt wird.

Bewertung: 7/10


Kommentare

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45 Antworten zu „Licht“

  1. Bestes Tatort-Team!

  2. Erneut ein fantastischer Fall aus Frankfurt: Schon in kurzer Zeit hat sich dieses Team zu einem meiner Favoriten gemausert, auch wenn ich immer noch ein wenig um Janneke und Brix, die leider einen wenig heroischen Filmtod erdulden mussten, trauere.

    Ausnahmsweise sei die Schlussszene als erstes erwähnt: Unzählige Kisten mit ungelösten Fällen – der nun als „geklärt“ deklarierte Fall ein Tropfen auf dem heißen Stein. Und doch wird, wie schon bei „Dunkelheit“, auch hier deutlich, wie wichtig die lückenlose Aufklärung alter Fälle für die Angehörigen ist – egal, wie schmerzhaft die Wahrheit sein mag und wie viele weitere ungelöste Fälle in der Besenkammer verstauben. Das neue Konzept der Cold Cases, dem ich anfangs skeptisch gegenüberstand, funktioniert also blendend und bringt frischen Wind in die Kult-Reihe.

    Drehbuch und Regie haben ganze Arbeit geleistet: Wunderbar geerdet setzt das Ermittlerduo kleinste Puzzleteile zusammen, geht jeder noch so unbedeutenden Spur nach, ohne dass es jemals langweilig wird. Dabei verliert das Team, trotz eines aktuellen Mordes, nie sein eigentliches Ziel aus dem Blick: Das verschwundene Mädchen zu finden oder dessen Todesumstände aufzuklären. Der finale Twist ist zwar nicht ganz unvorhersehbar, bereitet aber eine hochemotionale Szene vor, die mir (erneut) einige Tränen entlockt hat.

    Dabei verbindet „Licht“ den ergreifenden Vermisstenfall mit einem spannenden Thema: Lichtnahrung. Verrückt ist das alles schon, aber leider auch bittere Realität. Der Titel ist klug gewählt, da er sich sowohl wörtlich als auch metaphorisch lesen lässt.

    Getragen wird dieser Film von einem vorzüglichen Cast, aus dem das herausragende Ermittlerduo sowie die brillante Maren Eggert hervorstechen.

    Besonders beeindruckend ist dieser Film jedoch visuell: Das Spiel mit Licht und Schatten, das leicht kitschig und platt wirken könnte, wurde so gekonnt eingesetzt, dass es für den Film tonangebend wird. Chapeau!

    Leichte Mängel lassen sich verkraften: Von den Kindern hätte man sich etwas vielfältigere Reaktionen gewünscht als bloßes In-die-Luft-Starren. Über kleinere Ungereimtheiten muss man auch hinwegsehen können. Zudem wurde der Konflikt zwischen Kulina und seiner Vorgesetzten nicht so konsequent auf die Spitze getrieben, wie der Vorgänger es erlaubt hätte.

    Das sind aber alles Kleinigkeiten, die die enorme Qualität des Films nur leicht schmälern.

    Zuletzt noch ein Dankeschön für einige kurze, scheinbar nebensächliche Momente. Vor einem Jahr hatte ich mich in der Kommentarsektion zum Fall „Schweigen“ über die einseitige und allgemein mangelnde Repräsentation von Religion im Tatort beschwert. Und siehe da: Der neue Frankfurter Tatort macht es vor. Kurz, aber eindeutig wird eine klare Grenze zwischen der problematischen Sekte und frei gelebtem Glauben gezogen. Kulina spricht außerdem ein klares Bekenntnis zum Islam aus, das man so im Tatort schon lange nicht mehr gehört hat. Das freut mich sehr, weil sein gelebter Glaube eine bisher unterrepräsentierte Facette unserer Gesellschaft endlich in den Tatort einbringt. Und Azadi? Wir wissen es (noch) nicht – und das ist völlig in Ordnung.

    Unterm Strich erneut ein herausragender Tatort: 9/10.

  3. Avatar von Gertrud Benning
    Gertrud Benning

    Nach dem 1. Fall war ich gespannt auf die zweite Folge. Diese hat mich ebenfalls sehr beeindruckt. Sie war spannend und berührend. Die langen Kameraeinstellungen auf Foroutan und Hasanovic zeigten, dass sie hervorragende Darsteller sind.
    Ein Tatort geht eben auch ohne viel Tamtam, private Dramen, Action, dröhnende Musik (für die man die Verantwortlichen steinigen sollte).
    Danke für diesen Tatort.

  4. Ich freue mich, dass viele das Ermittlerteam in seiner Ernsthaftigkeit mögen. Eine Rezensentin hob hervor, dass sie auf Scherzereien verzichten kann, zu denen sich andere Tatorte viel zu gerne hinbewegen tuen täten.. (leger zusammengefasst).

    Da muss ich sagen, etwas aus der Sparte „das Leben lieben“, könnte hier schon auch einfließen. Düsterer gehts halt grad nimmer. Die Mutter vom Komissar war ja auch eher ein tonnenschweres Thema. So reiht sich Tragödie an Tragödie und tatsächlich fehlt jede Leichtigkeit in den ziemlich streng gezeichneten Hauptfiguren. Es scheint so gar kein Lächeln, kein lebensbejahendes „munter sein“ in diese grafic novel eines dramatischen Verbrecherjagen-Jobs zu passen. Selbst bei Mankell gibt es immer mal wieder was fürs Herz. Ich denke auch an die Figur von Nelly Böwe im Polizeiruf. Wie schafft sie es, bzw. das Autorenteam, teilweise auch lebens-weise und gechillt rüberzukommen und immer noch toughe Ermittlerin zu bleiben. Ist natürlich eine Challenge für die Autoren, die hier für das toughe, ernste Team so viel Zuspruch bekommen. Irgendwer aus diesem Revier sollte doch mal wenigsten im Ansatz zu was Positivem aufgelegt sein. Oder die beiden Komissare könnten ja mal von irgendwem gelobt werden und sich wenigstens mal ein heimliches Grinsen zuwerfen dürfen oder ggf. mit einem Eisbecher nach getaner Arbeit über die Stränge schlagen. Man kann nicht einen charmanten Axel Milberg ziehen lassen und den neuen Komissar*innen das Lächeln gleich komplett aus jeder Folge rausschreiben. Wenns so düster bleibt, bin ich in Frankfurt nicht mehr dabei.

    1. Hallo Celi! Nur zur Klarstellung: Kulina und Azadi sind nicht Borowskis Nachfolger – er war lange Zeit in Kiel am Start. Sie ersetzen Janneke und Brix, die für 10 Jahre in Frankfurt auf Mördersuche gingen.

  5. Hat mir gefallen, doch als seltsam empfand ich die Vernehmung der Kinder, ohne Beistand Erziehungsgerechtigter, Vormund o.ä.

  6. Avatar von Simone Stolzenburg
    Simone Stolzenburg

    Handwerklich sehr guter Tatort , der Spannungsbogen wird durchgängig gehalten ,gute zum Teil sehr gute schauspielerische Leistungen , Logik ist für mich nicht die wichtigste Zutat eines Krimis daher von mir eine 10 von 10 .

  7. Das teils überschwengliche Lob kann ich überhaupt nicht nachvollziehen ;-(

    Die Handlung war ziemlich an den Haaren herbeigezogen…

    Mit Kripoarbeit hatte das ja wohl gar nichts zu tun. Wer wurschtelt denn vor Langeweile an jahrzehntealten, längst abgeschlossenen „Fällen“ herum?

    Polizisten, die ständig eigensinnig jenseits aller Regularien „aus dem Bauch heraus“ ermitteln, gibt’s wohl nur bei solch verkopften Drehbuchautoren.

    Den Ritt durch allerlei Klischees (religiös-beknackte Sektenheinis) gab es schon reichlich oft.

    Surreale Lichteffekte zum Nachweis „künstlerischen Anspruchs“ reißt diesen Tatort auch nicht raus!!

    Mein Fazit: unglaubwürdig und überflüssig ;-(

  8. Avatar von Charlotte Unterthiner
    Charlotte Unterthiner

    Na ich weiß nicht.
    Wirklich spannend fand ich den nicht.
    Die Kommissarin erschien mir ziemlich gekünstelt und Zuviel zurechtgemacht, wer geht schon mit Stöckelschuhen auf Einsatz?
    Leichte Unterhaltung halt, die man nicht öfters braucht.

  9. Avatar von Hans Herbert Schäfer
    Hans Herbert Schäfer

    Bester Tatort seit langem
    Auch wenn wie erwähnt Vorlagen aus Skandinavien und im neuesten Fall aus Schottland Pate stehen sollten,die deutsche Ausgabe sagt mir am meisten zu.
    Das Ermittlerteam hat dramaturgisch einen persönlichen Hintergrund, der ihren Eifer erklärt und sie glaubhaft macht.
    Auf das ausländerfeindliche Gebrabbel im Vorfeld kann man verzichten.
    So ist unsere Gesellschaft, bunt und divers.
    Von mir bekommt der Tatort 9/10 Punkte und ich freue mich auf den nächsten.

  10. Wir wollten in der ARD einen Tatort sehen und nicht lesen. Wenn ich lesen will, schaue ich kein Fernsehen sondern lese ein Buch.

  11. Die Kinder agieren alle wie Zombies.
    Ja, wir haben verstanden, dass sie Schreckliches erfahren haben. Aber ist das Zombiehafte die einzige Möglichkeit, wie man dies darstellen kann??? An der Stelle, wo das Buch- lesende Mädchen (natürlich kann kein Kind grüßen oder hochschauen, weil es ist ja traumatisiert) ihre Zeile spricht vom „Dunkelraum“, haben wir alle angefangen zu lachen, weil es einfach zu schlecht war. Und das in so einer Situation! Das war uns selbst dann peinlich.
    Und die letzte Szene!!! Man hat gerade den Vater des Mädchens verhaftet und sie soll jetzt – juhu – ihre Mutter kennenlernen, die im Gefängnis sitzt.
    Natürlich hat das Mädchen Zombie- mäßig zu reagieren. Nicht wütend, nicht heulend, nicht halbherzig erfreut. Wäre eine zu große range der schauspielerischen Leistung.
    Kann man den Kindern nicht etwas mehr zutrauen vom Drehbuch / Regisseur? Die schaffen das.

  12. Die Hauptdarsteller konnten mich nicht überzeugen.
    Der Frankfurter Tatort ist für mich kein Thema mehr.

    1. Dann kann man dir auch nicht mehr helfen.

    2. Na dann halt nicht.
      Ich fand die Hauptdarsteller super.

    3. Avatar von Ute Borute

      Na toll, aber weißt du was? Es interessiert niemanden xd
      Ich finde die beiden toll.

  13. Für mich war dieser Tatort eine 9/10. Der Fall war fesselnd und berührend und die Ermittler:innen sind mir sogar noch mehr ans Herz gewachsen als in ihrem ersten Fall. Alles war überzeugend gespielt und man merkt seit dem ersten Film, dass der Frankfurter Tatort versucht neue Wege zu gehen. Endlich ist man im deutschen TV wieder mutig und haucht einem Format wie dem Tatort neues Leben ein. Ich fand es z. B. toll, dass man Hamza vor seiner internen Befragung beim Gebet gezeigt hat. Das war ein schönes Detail und sowas sollte viel selbstverständlicher sein, in deutschen Produktionen.

  14. Mir hat es gut gefallen.
    Einiges war nicht ganz logisch oder seltsam, aber das ist wie mit einem leckeren Eis, ist nicht alles gesund, schmeckt aber trotzdem.
    Ein bisschen weniger düster wäre wünschenswert.
    Die Mutter (sprich Maren Eggert) fand ich noch am wenigstens überzeugend.
    Um 21:30 frug ich mich, womit sie noch die letzte Viertelstunde füllen wollten, irgendwie schien der Drops gelutscht, der Twist, der dann kam, war nicht schlecht.

    Was ich etwas schade finde, dass die in der ersten Folge zu Tage zu sehenden Rollenhintergründe (Azadi ermittelt eigentlich im Hintergrund an ganz etwas anderem, Kulina mit Mutter/Bruder-Thema und eigentlich soll er ja Azadi bespitzeln) nicht mehr hervorgetreten sind. So, als wenn eine Folge dazwischen gefehlt hätte. (Sorry, falls icih es pbersehen haben sollte, ich nicke gerne mal ein).

    Noch was anderes:
    im Zuge der ersten Folge wurde gelegentlich erwähnt, dass das Setting an die Krimi-Reihe um Adler-Olsens Sonderdezernat Q angelegt ist.
    Ich habe mir den ersten Band der Reihe besorgt, lese ihn gerade, bin aber noch nicht durch. Gewisse Parallelen sind tatsächlich zu erkennen (Cold Cases, Kellerbüro, hier noch der Dunkelraum), aber eine direkte Übernahme kann ich nicht erkennen. Aber an einen Zufall mag ich auch nicht glauben.

  15. Avatar von Nikolas Noack
    Nikolas Noack

    Einfach nur gute Unterhaltung mtit mega Sorry, besser es geht kaum!

  16. Avatar von Gregor Koch
    Gregor Koch

    Mit „Licht“ hat sich der neue FFM-Tatort noch ein Stückchen weiter entfernt von dem, was bislang den gegenwärtigen Tatort ausmacht; beinahe so, als wollte man unter der eingeführten Marke ein Spin-off „Tatort: Cold Case“ einführen. Es geht nicht mehr um Täter:innen und Tathergange, sondern um Psychogramme, menschliche Tragödien und natürlich Emotionen; für Spannung ist vornehmlich die Soundspur zuständig, die auch über all die Logiklücken im Drehbuch hinwegträgt, allerdings leider etwas zu dick auftragend: man merkt die Absicht und ist verstimmt.

    Selten habe ich einen Tatort gesehen, in dem so gnädig mit der Schuldigen umgegangen wird; außer vielleicht den Wiener Tatort „Alles, was Recht ist“. Am Ende ist auch hier, wie schon in „Dunkelheit“, nicht viel passiert, und die Kommissarin herzt am Ende die Täterin, deren Delikt – immerhin mindestens Totschlag – vom Skript zu einem notwendigen Übel, quasi einem Kollateralschaden, verharmlost wird. Der moralische Kompass, den Fernsehkrimis einstmals einnorden sollten, ist verloren gegangen; statt dessen wird alles grau in grau gezeichnet: jede:r ist Täter:in, jede:r ist Opfer, alles ist irgendwie verständlich und doch tragisch, in jedem Fall aber entschuldbar. Willkommen im 21. Jahrhundert …

  17. Avatar von Streitenberger
    Streitenberger

    Schon wieder im deutschen Gebührenfernsehen in einem Flaggschiff des deutschen Fernsehens (Tatort) dieses ewige Arabisch- Gebrabbel und der Typ, der an die Security eines Kaufhauses erinnert mit dem typischen „Was guggst Du?!- Slang + Auftreten…
    Es nervt!

    1. Vielleicht erstmal informieren, welche Sprache gesprochen wird, bevor man hier rumätzt. Offensichtlich einfach grundsätzlich Dingen aus anderen Ländern gegenüber ablehnend eingestellt…

      1. Welche Sprache war es denn ?

    2. Ich habe wirklich Probleme mit diesem Beitrag.
      – Es gibt seit 2013 kein Gebührenfernsehen mehr.
      – Wo gab es Arabisch-Gebrabbel? Meinten sie das Persisch? War es ewig?
      – Wo gab es „Was guggst Du“-Anklänge? Welcher Typ war gemeint? Meinten Sie die Rolle des „Kulina“? Ich fand ihn wohltuend besänftigend, vermittelnd, deeskalierend (bis auf das Geschreie, wo die Kollegin gefährlichen Unsinn machte.) Für mich das Gegenteil von „Was guggst Du“.
      Aber man kann natürlich immer was finden, was einen nervt. Nur sachlich begründet finde ich es nicht.

      1. Avatar von YoNothan

        Gemeint sind die Zwangsgebühren, die seit 2013 mit dem arg euphemistischen Begriff „Rundfunkbeitrag” erhoben werden.

    3. Wo wurde denn da ewig arabisch gebrabbelt? Was für ein Unsinn.
      Es waren nur ein paar Sätze und arabisch war’s auch nicht. Ein bißchen Ahnung sollte man schon haben.

  18. Avatar von Richard Müller
    Richard Müller

    Großer Mist schlechter geht es nimmer.

  19. Top Tatort – gutes Team – Fall authentisch schon der 2. gute Tatort mit diesem Team, weiter so!

  20. Avatar von Aufrechtgehn
    Aufrechtgehn

    Exzellente Folge! Wie schon bei der Premiere bin ich noch ganz emotional mitgenommen. Und begeistert von der schauspielerischen Brillanz und beeindruckenden Range der beiden Hauptdarsteller: von berührender Verletzlichkeit bis hin zum unter Hochdruck funktionierenden Bullen glaubt man den Beiden jede Regung.
    Eine der Schlüsselszenen ist für mich der Augenblick, als Hamza – der zuvor bei seiner eigenen Disziplinar-Befragung so aufgeregt agiert wie ein ertappter Schulbub – bei der Unterredung mit der Vorgesetzten plötzlich extrem sachlich (und gerade dadurch überzeugend) die – von ihm selbst unter vier Augen massiv kritisierte – Handlungsweise seiner Kollegin rechtfertigt. Und damit auch etwas Unsicherheit in seinem eigenen Fall verliert.
    Die Action-Dichte und das Tempo ist diesmal höher, ohne dass es den Fall platter macht oder unnötig reißerisch wirkt. Jeder Handlungsstrang wirkt glaubhaft, es gibt keinen Kommissar Zufall.
    Die emotionale Achterbahnfahrt dieser Folge ist als Zuschauer:in stellenweise schwer auszuhalten, gerade auch weil alle Figuren eine gewisse Ambivalenz haben, aber gerade das macht den Frankfurter Tatort so herausragend. Und natürlich macht mir als gebürtigem Frankfurter auch das Drehplatzraten viel Spaß.
    Bestes deutsches Tatort-Team, bleibt dabei! 9/10

  21. Zwei oder drei kleine Logikfehler (Wieso braucht eine Sekte die sich von Licht ernährt, einen Kräutergarten und wieso leben die alle noch?) aber das ist nicht so schlimm. Die Kamera (Philip Sichler) war toll. Mich errinnerte sie die Kameraführung von „Viktoria“. Ein Film der in einem einzigen Take gedreht wurde. Das vermißte Mädchen hieß Viktoria, wie der Film. Zufall? Gut gemacht. Die Kamerfahrten/Flüge/Läufe waren ein echter Hingucker.
    Das Ermittlerduo darf aber gerne noch etwas reifen. Hamsa ist doch arg nett, und Maryam hat ihre Mysteriösität sehr verinnerlicht. Ja, da kommt noch was; aber wir wissen immerhin von Hamsas Mutter, also hat er ein Leben außerhalb. Bei Ihr wirkt es so, als lebe sie im Hotel… na ja, alles in allem ein sehenswerter Tatort. Edin Hasanovic und Melika Foroutan sind gut. Und Maren Eggers: grandios wie eh.

    1. Ich habe nicht die ganze Zeit darauf geachtet, ob es tatsächlich Viktoria-like ist, aber zumindest bei der Anfangsszene (Eggert spricht ihr Social-Media-Message auf) bin ich da voll bei Ihnen.
      Es war ein One-Take und ich dachte noch: „Was für ein langer Text, wenn du da als Schauspielerin verka….st“

    2. Mich hat technisch am meisten der minutenlange One-Take-Shot beeindruckt, in dem die möglichen Szenarien um das gefundene Auto nachgestellt wurden. Zwei mal der Fokuswechsel zwischen Vater/Tochter und den Ermittelnden, dann die Spurensicherung, Kamera wieder auf die Ermittelnden, und beim nächsten Schwenk sind wir in der Gegenwart, das Auto ist weg…

      1. Oh ja Danke für den Hinweis. Wie geil.
        Drei Minuten ohne sichtbaren Schnitt bei gleichzeitigen, verschiedenen Zeitebenen.

  22. Ich fand ihn gut und spannend,Gute Schauspieler

  23. Ich bin begeistert vom 2. Tatort mit Edin Hasanovic und seiner Kollegin. Ein Team,das bekannte Strukturen eines Krimis verlässt und den Spannungsbogen bis zur letzten Minute aufrecht hält. Für mich eines der besten Ermittlerduos , die der Tatort bietet. Besonders klasse ist der Umgang der Beiden miteinander. Ich kann nur sagen…. Daumen ganz steil nach oben

    1. Mir hat der Tatort gut gefallen – gerne mehr von diesem Team!

  24. Hammer, durch den Wechsel des Teams hat sich der Frankfurt-Tatort vom Schlusslicht direkt an die Spitze gesetzt. Habe ich den Frankfurt-Tatort früher bewusst gemieden, möchte ich nun keine Folge mehr verpassen. Tolles Team, gute Drehbücher, gute Umsetzung. Bitte so weiter! 10/10

  25. Ein Spannungsbogen, der zu keinem Zeitpunkt abreißt – detailverliebte Zuschauende werden in diesem Tatort belohnt.
    Der fehlende (und auch nicht angebrachte) Humor des neuen Frankfurter Duos verleiht dem Film die nötige Ernsthaftigkeit – gefällt mir viel besser, als die oftmals kläglichen Versuche anderer Standorte, Witz in die Sache zu bringen!

  26. Großartig dieses Team auch der Fall hochspannend.
    Es ist sehr erfreulich das es gelungen ist wieder ein so gutes Team für den Tatort zu finden.
    Daumen rauf.

  27. Avatar von Horst Seehofer
    Horst Seehofer

    Absoluter Mist
    Holt endlich wieder so einen Typ wie Schimanski.
    Immer diese psyschich kranken oder Depressionen Tatorte
    Wir wollen ein Ermittler Dou
    Wie Tanner und Schimanski
    Ist das so schwer?????

    1. Also den ständig überdreht Schimmi brauche ich wirklich nicht mehr…

    2. Avatar von joachim kubowitz
      joachim kubowitz

      ich wusste gar nicht das solch ein viel beschäftigter Politiker auch noch Sonntags Tatort schaut und seine gehaltvollen Kritiken abgeben kann … Chapeau, Meister Seehofer …

    3. Avatar von Hänschen

      Schimmi, und Thanner waren die Besten – unerreichbar !
      Das stimmt !

    4. Nein, Tanner und Schimi wollen wir definitiv nicht mehr

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